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Aktuelles

CDU debattiert verlorene Wahl und übt Selbstkritik

Selmer Stadtverbandsversammlung
 „Wir sollten den Medien nicht den schwarzen Peter für die Wahlniederlage geben“, erklärte der CDULandtagskandidat Michael Zawisch. Er war bei der Stadtverbandsversammlung der Selmer Christdemokraten zu Gast, wo die CDU die verlorene Wahl analysierte. Michael Zawisch und Landtagsabgeordneter Werner Jostmeier sparten nicht mit Kritik an der eigenen Partei. Sprach Werner Jostmeier aber davon, auch die Medien hätten durchaus einen Anteil an der Niederlage gehabt, sieht dies Michael Zawisch etwas anders. „Wir haben die Wahl verloren“, so der Lünener. Man könne die Basis vor Ort nicht mitnehmen, wenn es an der Spitze nicht stimme. Michael Zawisch hält auch nichts von der geplanten Doppelspitze in der Partei. „Mit diesem Duo kann es nicht weitergehen. Die Köpfebleiben erhalten, es werden keine Konsequenzen gezogen.“ Wenn man die Basis modernisieren wolle, müsse sich an der Spitze etwas ändern.
Stimmenverlust
Im Wahlkampf habe man zwar Themen besetzt, doch habe die Partei keine Lösungen angeboten. Michael Zawisch, der kurzfristig Kandidat geworden war, bedankte sich bei der Selmer CDU für einen engagierten Wahlkampf. „Ich blicke auf eine spannende Zeit zurück.“ Werner Jostmeier, er wurde im Wahlkreis Coesfeld
erneut direkt in den Landtag gewählt, erklärte, die CDU habe seit 2005 19 Prozent der Stimmen verloren. Jostmeier: „Zehn Prozent davon haben wir vergeigt.“ Er erklärte aber auch, die Medien hätten das Thema Röttgen immer wieder hochgepuscht. Er glaube auch, dass die CDU nicht mehr so kampagngenfähig
wie früher sei. „Wir können unsere Mitglieder nicht mehr mobilisieren“, so Werner Jostmeier. Es sei auch nicht gelungen, die große Anzahl von Wechselwählern zu gewinnen. Die Themen seien nicht falsch gewesen, doch habe man sie den Bürgern nicht vermitteln können. Werner Jostmeier befürwortet die geplante Doppelspitze in der NRWCDU. „Wir haben spannende Jahre vor uns. Die CDU ist weiterhin eine starke kommunale Partei in NRW.“ So müsse sich die Partei auch aus der kommunalen Politik heraus neu stärken. Jostmeier: „Es gilt weiterhin der Satz: Wo die CDU regiert, da geht es den Menschen gut.“ Und an die Regierung müsse man wieder kommen.

Quelle: RuhrNachrichten

Eintrag vom: 19.06.2012