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70-jähriges Bestehen - Ehrung Herr Höltmann

70-jähriges Bestehen - Ehrung Herr Höltmann

Selm-Cappenberg. In diesem Jahr feiert die Christlich Demokratische Union – CDU – ihr 70-jähriges Bestehen. Einer der noch lebenden 114 Gründungsmitglieder ist Heinz Höltmann aus Cappenberg. Zu dieser langen Parteizugehörigkeit gratulierten nicht nur Andreas Wißmann, Vorsitzender CDU Cappenberg, Michael Zolda, Stadtverbandsvorsitzender, und Kreisvorsitzender Marco Morten Pufke. Bundeskanzlerin und Parteivorsitzende Dr. Angela Merkel schickte mit einer Plakette ein persönliches Gruß- und Dankeswort.
Mit 21 Jahren trat Höltmann der Partei bei. Er war nach Kriegsende gerade einige Tage zu Hause, da kamen die  Herren Anton Heuser, Böcker und Dortmann auf ihn zu. Sie waren auf der Suche nach Mitgliedern und sahen in Höltmann die richtige Person.  „Ich wollte mit Organisationen und Vereinen aber nichts mehr zu tun haben“, erzählte Höltmann. Doch hätten die Herren nicht locker gelassen und ihm die Ziele der neuen Partei erklärt. „Da habe ich mich bereden lassen und bin eingetreten“. Damit gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der CDU in Cappenberg und im Nachkriegsdeutschland. Er half dabei, die NAZI-Vergangenheit aufzuarbeiten und informierte über demokratische Staatsformen.  1952 wurde Höltmann bei der Kommunalwahl in den Rat der Gemeinde Bork gewählt, dem er bis 1983 angehörte. Ehefrau Brigitte merkte dazu an: „Das passte allerdings einigen Bauern nicht. Wir hatten ja keinen Hof und kein Land“. In mehreren Wahlperioden war er CDU-Fraktionsvorsitzender. Ab 1969 gehörte Höltmann dem Kreistag Lüdinghausen an. Zeitweise war er Vorsitzender der Kreistagsfraktion der CDU. Bei der kommunalen Neuordnung 1974 trug er  maßgeblich dazu bei, dass sich die beiden Gemeinden Bork und Selm auf freiwilliger Basis zur jetzigen Stadt Selm vereinigten.
Heinz und Brigitte Höltmann verfügen mit ihren 91 Jahren über einen großen Erfahrungsschatz. Besonders lebhafte Erinnerungen hat Höltmann noch an das Kriegsgeschehen, seine Stationierung in Süditalien, die Eindrücke vom zerbombten Dortmund und das Wiedersehen mit seiner Familien auf  Cappenberg. Interessiert verfolgten Wißmann, Zolda und Pufke  Höltmanns ausführlichen Schilderungen. Und wie sieht Höltmann die jetzige Parteipolitik mit der Entscheidung, keinen eigenen Bürgermeister zu stellen, sondern Mario Löhr von der SPD  zu unterstützen? „Das finde ich sehr gut“, meinte Höltmann. „Mit Mario Löhr haben wir den schwärzesten Roten seit Jahren, dessen Politik wir mittragen“, merkte Zolda zufrieden an. aps

Eintrag vom: 20.07.2015