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Aktuelles

Laschet will CDU-Profil schärfen

Zu Gast beim Kreisverband Unna
Hinter verschlossenen Türen diskutierte die Unionsbasis im Kreis Unna am Dienstagabend mit ihrem künftigen Landeschef Armin Laschet das Wahldebakel der Landtagswahl und seine Konsequenzen. Die Öffentlichkeit war bei der Zusammenkunft des CDUKreisvorstandes mit Laschet in der Bönener Gaststätte Dörnemann nicht erwünscht. „Wir wollen die Diskussion intern führen, weil der eine oder andere sonst nicht so offen redet, wie er es sonst tun würde“, so Kreischef Hubert Hüppe.
Drei Fragerunden
Wie kritisch es bei der Auseinandersetzung zwischen Parteibasis und Führung tatsächlich zuging, wissen also nur die Beteiligten. Einer von ihnen war der Schwerter Bürgermeister Heinrich Böckelühr, der auch als Pressesprecher des Kreisverbandes fungiert. Er sagte nach dem einstündigen Gespräch, dass Laschet durchaus überzeugt habe. In drei Fragerunden arbeiteten die rund 30 anwesenden Mitglieder zusammen mit dem 51jährigen Aachener die Wahl auf und richteten zugleich den Blick nach vorn. „Wir wollen kein rückwärtsgewandtes Scherbengericht“, sagte Hubert Hüppe. Gleichwohl gehöre eine Analyse des desaströsen Ergebnisses dazu, wenn die Partei in Zukunft wieder Erfolg haben wolle. Der Unnaer Stadtverbandschef Gerhard Meyer stellte etwa die Frage, wofür die CDU überhaupt noch stehe, ob sie zu beliebig geworden sei. Laschet antwortete, dass er die Kernkompetenz der Christdemokraten, das wirtschaftspolitische Profil, schärfen wolle. Das wolle er nach außen hin auch durch Gesichter, die ebenfalls neu zu wählenden stellvertretenden Landesvorsitzenden, deutlich machen. Der Kreisvorstand, so jedenfalls der Eindruck von Heinrich Böckelühr, war zufrieden mit Laschets Auftritt. Er müsse sich nun freilich daran messen lassen, ob es ihm gelingt, die Partei wieder zu einen und ihr ein klares Profil zu geben. Pluspunkte an der Basis sammelt der künftige Landeschef derzeit wohl schon allein durch seine Präsenz. Alle 54 Kreisverbände der NRWCDU besucht der 51Jährige in diesen Tagen. Unna war gestern eine von vier Stationen. Am 30.Juni ist Laschet beim Landesparteitag einziger Kandidat und dürfte zum Nachfolger von Norbert Röttgen gewählt werden.

Quelle: RuhrNachrichten

 

Eintrag vom: 21.06.2012