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Aktuelles

Diekmann legt Ämter nieder

Austritt aus der CDU

Bork. Die Schließung der letzten Gaststätte im Borker Zentrum beschäftigt auch die Politik. Eine nichtöffentliche Versammlung aller interessierter Borker Mitte Dezember - Ratsmitglieder aus anderen Ortsteilen waren nicht eingeladen - schlägt über die Parteigrenzen hinweg hohe Wellen.
Am Donnerstag hatten die RN darüber berichtet, dass Stefan Kühnhenrich aus Bork nicht mehr SPD-Stadtverbandsvorsitzender sein will. Gestern wurde bekannt, dass Christdemokrat Christian Diekmann, ebenfalls aus Bork, seinen Rücktritt erklärt hat: nicht nur von seinem Ratsmandat, sondern von sämtlichen Ämtern in der CDU, aus der er inzwischen auch ausgetreten ist.
"Unterschiedliche Ansichten und Reaktionen des Stadtverbandsvorsitzenden ließen für mich auf Dauer leider keinen anderen Schritt zu", sagte Rechtsanwalt Diekmann den RN. Der angesprochene Michael Zolda war gestern zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen. Diekmann räumte ein, dass die Versammlung in Bork eine Ursache für das Zerwürfnis gewesen sei: "Dass sich Anwohner aus dem Stadtteil Bork für ihren Dorfkern einsetzen - und ich zähle mich auch dazu - halte ich für absolut legitim. Einige Reaktionen waren aus meiner Sicht überzogen und deplatziert."
Diekmann geht davon aus, dass ein CDU-Mitglied aus Bork in den Rat nachrücken werde. Der Name stand gestern noch nicht abschließend fest. Dadurch bleibe "die entsprechende Einflussmöglichkeit gewahrt, um insbesondere auch die Interessen für den Stadtteil Bork weiterhin zu vertreten".
Der lokalen Politik, die künftig ohne ihn auskommen muss, wünschte Diekmann weiter eine parteiübergreifende Zusammenarbeit zum Wohle der gesamten Stadt. "Das funktioniere eigentlich gut." Dass sich nur wenige junge Leute in die Politik einbrächten, findet er dagegen bedauerlich.

Stellungnahme des CDU Stadtverbandsvorsitzenden vom 10. Januar 2017 zu diesem Pressebericht:

Persönlich habe ich mich geärgert über diesen Pressebericht am vergangenen Samstag. Gerne hätte ich Vortags sofort Stellung bezogen, leider bin ich jedoch nicht von den RN hierzu angesprochen worden. Ebenfalls ist es auch nicht zu einem Gespräch zwischen Herrn Diekmann und mir in dieser Angelegenheit gekommen.

Selbstverständlich finde ich eine parteiübergreifende Veranstaltung zur Ortskerngestaltung in Bork gut, dieses habe ich auch dem Vorstand der Ortsunion Bork so mitgeteilt. Persönlich hätte ich mir gewünscht, wenn bei rund 100 Vereinsvertretern auch der Bürgermeister teilgenommen hätte. Mir war im Vorfeld bekannt, dass keine politischen Vertreter aus den anderen Ortsteilen zu dieser Versammlung eingeladen werden.

Zum 31.12.2016 ist Herr Diekmann auf eigenem Wunsch aus allen Gremien der CDU und als Mitglied der CDU ausgeschieden. Grundsätzlich gehören derartige Angelegenheiten in die Gremien der Jungen Union, der Ortsunion Bork, der CDU Fraktion und/oder in den CDU Stadtverband.

Eintrag vom: 10.01.2017