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Aktuelles

Sonderpädagogische Förderung

Einen beispiellosen Vorfall im Kreis Unna hat die hiesige CDU-Landtagsabgeordnete Ina Scharrenbach zum Anlass genommen, zwei kleine Anfragen zur sonderpädagogischen Förderung an Berufskollegs an die Landesregierung zu stellen: bis in die Sommerferien hinein suchte eine Gruppe von Jugendlichen mit Behinderung verzweifelt ein Berufskolleg, das bereit und in der Lage war, sie aufzunehmen und auch zu fördern. Sie hatten bereits eine Berufsorientierung in Unternehmen begonnen. Einige kamen aus dem integrativen Unterricht an einer Regelschule, waren teilweise sogar noch schulpflichtig.
 „Die Schülerinnen und Schüler nach Abschluss der Klasse 10 gegen ihren Willen in eine Sondereinrichtung zu schicken, widerspricht dem Gedanken der Inklusion, dem gemeinsamen Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung“, so Ina Scharrenbach MdL. Nur durch das Engagement des Kreises und des Hansa Berufskollegs konnte am Ende zwei der Jugendlichen geholfen werden. „Es kann aber nicht Aufgabe der Kommunen und Kreise sein, die mangelhafte Vorarbeit der Landesregierung ausbügeln zu müssen“, kritisiert die Landtagsabgeordnete.
Ina Scharrenbach: „Die Antworten der Landesregierung offenbaren eines: Die Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen an Berufskollegs ist nicht ausreichend sichergestellt. Der überwiegende Teil der 5.300 Schülerinnen und Schüler, die die Förderschule Lernen in NRW im vergangenen Jahr verlassen haben, besuchte anschließend die Berufskollegs. Obwohl nur 25,6 % von ihnen einen dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9 gleichwertigen Abschluss erwerben konnten, erhalten nur 736 Jugendliche eine entsprechende sonderpädagogische Förderung am Berufskolleg. Offensichtlich gibt es hier Brüche im System zu Lasten der Zukunftsperspektiven dieser Jugendlichen: Nur weil die Förderschule verlassen wird, verschwindet ja nicht plötzlich der sonderpädagogische Förderbedarf. Für Jugendliche mit einer geistigen Behinderung ist eine Förderung gar nicht vorgesehen, selbst wenn sie nach inklusivem Unterricht noch schulpflichtig sind. Landesweit gibt es im Schuljahr 2011/2012 nur 119 Stellen für die sonderpädagogische Förderung im Bereich Lernen an Berufskollegs. Im ganzen Kreis Unna sollen es  2 Stellen sein. Das offenbart, dass SPD und Grüne bei dem Thema Inklusion nur auf Sichtflug gehen, aber: Lippenbekenntnisse helfen Kindern und Jugendlichen nicht“, so Ina Scharrenbach MdL.
Die CDU-Landtagsabgeordnete lädt deshalb Vertreter von Integrations- Förder- und Berufsschulen des Kreises Unna zu einem Gespräch am 22. Oktober 2012 ein. Insbesondere soll es um die Möglichkeiten und Erfordernisse einer gelingenden Inklusion im Hinblick auf die Zukunftsperspektiven von Jugendlichen mit Behinderungen im Kreis Unna gehen.

Hier finden Sie die Antworten vom 30.08.2012 und vom 10.09.2012.

Eintrag vom: 17.09.2012