Bildungspolitik

Erhalten. Stärken. Vernetzen.

Bildung ist ein grundlegendes Menschenrecht und als solches eine politische Querschnittsaufgabe! Sie berührt alle wichtigen Politikbereiche: die Wirtschafts- wie die Arbeits- und Sozialpolitik im Besonderen. Gut ausgebildete Menschen leben gesünder, gute Bildung ist der Schlüssel zu Berufs- und damit Lebenschancen. Dabei fängt die Bildung weder erst in der Schule an, noch hört sie mit ihrem Abschluss auf. Die frühkindliche sowie die Erwachsenen- und Weiterbildung sind gleichwertige Elemente unserer Bildungslandschaft. Insoweit ist die Bildung eines der wichtigsten politischen Handlungsfelder überhaupt – für Bund, Länder und Kommunen. 

Als Schulträgerin ist es Aufgabe unserer Stadt, den Schulen die technische, infrastrukturelle und teilweise die personelle Ausstattung zur Verfügung zu stellen und die Schulen untereinander sowie mit der lokalen Wirtschaft noch mehr zu vernetzen, damit sie unserem Nachwuchs die bestmöglichen Chancen bieten können.

Die Grundlage müssen wir mit einem breiten, hochwertigen Angebot der frühkindlichen Bildung legen und die Möglichkeit der Vertiefung durch Weiterbildung geben.

  • Wir werden das Angebot an Betreuungsplätzen in Kindertagesstätten und anderen Tageseinrichtungen in Selm bedarfsgerecht ausbauen. Gleiches gilt für die Betreuung in den offenen Ganztagsschulen (OGS). Wir wollen jedem Kind, das einen Platz benötigt, diesen auch bieten.
  • Wir werden die bestehende Schullandschaft in der Stadt Selm erhalten. Dazu gehören die bestehenden Grundschulstandorte in jedem Ortsteil sowie das Gymnasium und die Sekundarschule.
  • Wir werden uns gemeinsam mit den zuständigen Aufsichtsbehörden verstärkt dafür einsetzen, dass freiwerdende Stellen in Lehrkörper und Schulleitungen bei Abgängen oder Unterbesetzung zeitnah nachbesetzt werden.
  • Die CDU Selm wird sich durch ihre Vertreter in den zuständigen Gremien des Kreises Unna dafür einsetzen, den Förderschulstandort des Förderzentrums Nord in Bork als Schule mit den Förderschwerpunkten „Lernen“ (L) und „emotionale und soziale Entwicklung“ (ESE) zu erhalten.
  • Wir wollen die bestehenden Schulen stärken:
  • Das bedeutet anhaltend hohe Investitionen in die technische und infrastrukturelle Ausstattung sowie die bedarfsgerechte Gebäudesanierung. Besonderes Augenmerk müssen wir auf die Digitalisierung der Schulen legen. Hierzu müssen die bestehenden Förderprogramme von Bund und Land klug genutzt werden.
    • Von großer Wichtigkeit ist auch die sachgerechte personelle Ausstattung in den Bereichen, über die wir als Schulträgerin (mit)entscheiden. Insbesondere die Schulsozialarbeit aber auch die Mitarbeiter der örtlichen Schulverwaltung sowie das Personal für den sogenannten Second-Level-Support zur zukünftigen Unterstützung des Lehrpersonals beim Umgang mit der digitalen Ausstattung der Schulen sind für ein funktionierendes Bildungswesen unerlässlich.
  • Eine Stärkung der Schulen muss auch mit einer noch deutlicheren Intensivierung der Zusammenarbeit der Schulen untereinander einhergehen. Ziel ist es, durch enge Kooperation von Grund- und weiterführenden Schulen sowie der Sekundarschule und des Städtischen Gymnasiums untereinander möglichst alle Schülerinnen und Schüler an Selmer Schulen zu halten.
  • Zur Sicherung der Qualität der Ausbildung an den Grundschulen ist die Einrichtung möglichst kleiner Klassen unerlässlich. Hier gibt der Landesgesetzgeber einen Rahmen vor, den wir im Rahmen der bestehenden räumlichen und personellen Situation ausschöpfen wollen.
  • Zu einem zukunftsorientierten Bildungsstandort gehört die enge Verzahnung mit den lokalen Betrieben. Wir müssen Betriebe und Schülerinnen und Schüler zusammenführen. So tragen wir zum Erfolg der jungen Menschen und der lokalen Wirtschaft gleichermaßen bei. Darüber hinaus werden wir Berufsinformationsprogramme an den Schulen aktiv begleiten.
  • Die Bildungslandschaft einer Kommune ist ohne die Erwachsenen- und Weiterbildung nicht komplett. Wir haben hervorragende Kultur- und Bildungsangebote. Dieses Angebot muss auch trotz der aktuell schwierigen Lage dauerhaft erhalten bleiben.
  • Wir werden einen eigenständigen Ausschuss für Bildung und Schule etablieren. Damit wird sichergestellt, dass der Bildungspolitik der ihrer Bedeutung angemessene Raum in der politischen Debatte zukommt und die Themenfelder Kultur und Sport hiervon nicht überlagert werden.

Erfolgreiche Bildungspolitik setzt voraus, mit allen Beteiligten zu sprechen. Im aktuellen Ausschuss für Schule, Kultur und Sport sitzen die Vertreter von Politik und Verwaltung, der Kirchen und der Schulleitungen. Wir werden die Schülervertretungen sowie die Elternvertretungen einladen, einen gemeinsamen Modus zu finden, um auch sie an den Beratungen und Entscheidungen des neuen Ausschusses für Bildung und Schule zu beteiligen.